Rundbrief: "Vielfalt gerecht gestalten"
„Vielfalt gerecht gestalten“ – lautete ein Thema auf der Klausurtagung der CDU-Fraktion in der letzten Woche. Aktueller Hintergrund dieser Tagung war, dass wir die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund verbessern wollen.
Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund an der Niedersächsischen Bevölkerung beträgt mittlerweile 16 %. Bei den Jugendlichen unter 15 Jahren hat jeder vierte und bei den Kindern unter 6 Jahren jedes dritte Eltern oder Großeltern, die nicht in Deutschland geboren sind. „Bildungsbenachteiligungen abbauen und Bildungsgerechtigkeit erhöhen“ das ist unser wichtigstes, bildungspolitisches Ziel und damit ein wesentlicher Beitrag zur Integration in unsere Gemeinschaft.
„Die ethnische, soziale, sprachliche und kulturelle Vielfalt in unserer Gesellschaft wird weiter zunehmen. Das stellt unser Bildungssystem und seine Schulen vor eine besondere Herausforderung“, lautet die Feststellung des CDU-Schulexperten Karl-Heinz Klare anlässlich der Klausurtagung. Gelingt es aber, die Potenziale dieser Bevölkerungsgruppe besser als bisher zur Entfaltung zu bringen, wird damit ein entscheidender Beitrag zur Zukunftssicherung unseres Landes erbracht.
„Jedes Kind, das in Deutschland aufwächst, wird auch die Deutsche Sprache beherrschen.“ – damit wird der selbstverständliche Anspruch formuliert, die Kompetenzen junger Menschen im Gebrauch der deutschen Sprache zu fördern und zu entwickeln. Die CDU tritt aus diesem Grunde für eine durchgängige Sprachförderung der Kinder ein – und zwar vom Kindergarten bis hin zu den weiterführenden Schulen. Wir erleichtern den Schülerinnen und Schülern damit den Übergang von der Schule in die Berufsausbildung und stärken die Berufsfähigkeit. Ein wichtiger Baustein zu mehr Bildungsgerechtigkeit.
Damit uns die Umsetzung dieser Ziele gelingt, werden wir den Anteil der Lehrer mit Migrationshintergrund erhöhen. Lehramtsbefähigungen, die im Ausland erworben wurden, erfahren eine einfachere Anerkennung; denn Lehrerinnen und Lehrer mit Migrationshintergrund haben eine Vorbildfunktion und werden ihren Schülern mit einem hohen Maß an Sensibilität und Verständnis begegnen. Dazu gehört dann auch, dass wir die Eltern dieser Schüler stärker in die schulischen Gremien einbinden werden.
Das sind nur einige der Maßnahmen, mit denen wir eine interkulturelle Öffnung unseres Bildungssystems erreichen. Eine fortschreitende Globalisierung und die Realisierung eines gemeinsamen Europas bedingen, dass Niedersachsen die Optionen der angebotenen Sprachvielfalt nutzt. Wir investieren damit auch in die Zukunft unseres Landes. Und die Schule ist der Ort, an dem Schülerinnen und Schüler wichtige Schlüsselkompetenzen zur Teilhabe an unserem Gesellschaftsleben, dazu Solidarität und Handlungsfähigkeit in Gesellschaft und Politik, erlernen.
Wenn ich Ihr Interesse geweckt habe und Sie sich umfassend informieren möchten, dann lade ich Sie ein sich unter PM102Positionspapier den vollen Wortlaut des Positionspapiers anzuschauen.
Themen dieser Meldung: Schule, Bildung, Integration