Besuch bei Felix Schoeller – Papiergigant aus Osnabrück
1. August 2010
Der Arbeitskreis für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr der CDU- und FDP-Fraktionen aus dem Landtag besichtigte in Osnabrück den Spezialpapierhersteller Felix Schoeller.
Der Geschäftsführer des 115 Jahre alten Unternehmens, Dr. Bernhard Klofat, führte die Wirtschaftspolitiker von CDU und FDP durch die Firma, die in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten erfolgreich einen drastischen Strukturwandel gemeistert hat: Mitte der 1980er Jahre war Schoeller zu einem der weltweit führenden Produzenten für Fotobasispapier mit Abnehmern auf allen Kontinenten aufgestiegen und versorgte in dieser Zeit unter anderem Kodak und Fuji mit diesem Material. Mit dem Aufstieg der Digitalkameras wurde dieser Markt jedoch kontinuierlich kleiner bis hin zum fast gänzlichen Verschwinden.
Bei dieser Entwicklung war es für Schoeller ein Glücksfall, dass man ab 1990 eine Risikodiversifikation vornahm und in die Produktion von Dekorpapier und Inkjetpapieren einstieg und dort ebenfalls bis heute zu einem weltweit führenden Unternehmen aufstieg.
Mittlerweile ist in Osnabrück die weltweit größte Papiermaschine – die PM 1 – so umgebaut worden, dass diese statt wie bisher Fotobasispapier nun Dekor- und Imagingpapiere herstellen kann.
Die Firma steigert- auch wenn die Preise für Rohstoffe und Chemikalien Sorgen machen – ihren Umsatz wieder und präsentierte sich den Landespolitikern als ein global agierendes Unternehmen im Spezialpapiermarkt, das weltweit an acht Standorten (fünf in Deutschland, und jeweils einer in Amerika, Kanada und Russland) knapp 2500 Mitarbeiter beschäftigt und das Papier für jedes zweite ausgedruckte Foto und für jeden vierten verleimten Quadratmeter Dekorpapier produziert.
